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Berührungspunkte – Die Kooperation der Altdorfer Einrichtungen geht in die nächste Runde

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Im vergangenen Jahr wurde das Projekt „Berührungspunkte“ zwischen der Förderstätte des Wichernhauses und dem Montessori Kinderhaus ins Leben gerufen – und auch in diesem Jahr setzt die, mit Fördergeldern unterstützte, Kooperation ihre erfolgreiche Arbeit fort.

Neun MaxiKinder aus dem Montessori Kinderhaus machten sich gemeinsam mit der Kinderhausleitung Louisa Wedel und Mariethérèse Haberstumpf, teilverantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit der Montessori Vereinigung, auf den Weg ins Wichernhaus. Ziel war das erste Kennenlerntreffen der beiden Einrichtungen.

Trotz eisiger Temperaturen genossen die Kinder den Spaziergang von der Ohmstraße über die Röderstraße, vorbei am „Wünschebaum“ und am Altdorfer Weiher bis zur Förderstätte in vollen Zügen – nicht zuletzt dank des strahlenden Sonnenscheins. Am Wichernhaus wurden sie von Marisa Opel, der Leitung der Förderstätte, sowie einigen Beschäftigten der Einrichtung herzlich empfangen.

Im großzügigen Speisesaal der Förderstätte nahmen die MaxiKinder gemeinsam mit ihren Begleitpersonen Platz. Die anfängliche Aufregung war spürbar, denn der Kontakt zu Menschen im Rollstuhl und mit Beeinträchtigungen war für die meisten Kinder eine völlig neue Erfahrung. Doch nach einer kurzen Vorstellungsrunde war das Eis schnell gebrochen – das gemeinsame Spielen des „Geräusche-Memory“ nach Montessori, bei dem die Kinder und Beschäftigten verschiedene Geräuschpaare erkennen mussten, sorgte für viel Spaß und Lockerheit. Besonders die Beschäftigten der Förderstätte genossen es, mit den Kindern zu spielen und sich aktiv einzubringen.

Im Anschluss hatten die MaxiKinder die Gelegenheit, mehr über die verschiedenen Hilfsmittel in der Förderstätte zu erfahren. Sie staunten über Rollstühle, Gehhilfen und sogar sogenannte „Talker“ – Geräte, die Menschen mit Sprachbeeinträchtigungen ermöglichen, sich mitzuteilen. Marco, ein Beschäftigter der Werkstatt, erklärte den Kindern anschaulich, warum er im Rollstuhl sitzt: „Meine Beine schlafen und wollen nicht mehr aufwachen“. Eine neugierige Frage eines Kindes, „Warum sitzt ihr im Rollstuhl?“, führte zu einer informativen Erklärung: Beeinträchtigungen können durch Geburt, Unfälle oder Krankheiten entstehen.

Mit einem Blick auf das zweite Treffen – den geplanten Rollstuhlparcours – machten sich die MaxiKinder voller Vorfreude auf den Rückweg ins Kinderhaus. Auch die Beschäftigten der Förderstätte sind bereits gespannt auf den nächsten kooperativen Austausch.

Bevor die Gruppe zurück ins Kinderhaus ging, legte sie noch einen kurzen Zwischenstopp am „Weiherspielplatz“ ein, um die wärmenden Sonnenstrahlen zu genießen.