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Der Tag des toten Goldfischs

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Zum ersten Mal beteiligte sich das Montessori-Kinderhaus Altdorf an der Aktion "Altdorf putzt sich raus". Dabei machten die Kinder auch einen etwas gruseligen Fund.

Schon die ganz Kleinen im Altdorfer Montessori-Kinderhaus trällern es täglich mit Hinga-be: „Eins, zwei, drei, das Spielen ist vorbei. Alle Kinder, groß und klein, räumen Ihre Sachen ein.“ Sie wissen ganz genau, wie wichtig es ist, aufzuräumen, um es immer schön zu haben. Und mit dieser Kompetenz halfen sie jetzt auch zum ersten Mal bei der Aktion der Stadt Altdorf „Altdorf putzt sich raus“ am Samstag, den 2. April 2022 mit – bei winterlichen Temperaturen und Schneefall.

Das Wetter hielt die kleinen Ehrenamtler*innen und ihre Eltern aber nicht davon ab, sich um 9 Uhr beim Montessori-Kinderhaus in der Ohmstraße auf den Weg zum neuen Kinderspielplatz am Ankerweiher zu machen. Gemeinsam mit ihren Eltern und Geschwistern und ausgerüstet mit Müllsäcken, Handschuhen und Greifzangen sammelten sie achtlos weggeworfene Coronamasken, Bonbonpapierchen und Zigarettenkippen. Spektakulärster Fund: ein toter Goldfisch, den alle mit etwas Grusel betrachteten und bewunderten.

Die Aktion „Altdorf putzt sich raus“ hat in der Stadt seit 2006 Tradition. An einem Tag im Frühling wuseln – meist initiiert durch ortsansässige Vereine, Gruppierungen, Parteien oder Kirchengemeinden – zahlreiche Altdorfer*innen aller Altersgruppen durch die Stadt und helfen mit. Im Durchschnitt waren rund 400 Bürger*innen aus 30 Vereinen dabei. Auch im Coronajahr 2021 gingen sie auf die Straßen, um sich für die Sauberkeit ihrer Stadt einzusetzen. Und vielleicht auch, weil das gemeinsame Aufräumen auch ganz viel Spaß macht.

Traditionell lud die Stadt Altdorf über all die Jahre hinweg alle Helfer*innen zu Limonade, Wasser, Bier und Bratwurstweckla am Feuerwehrhaus ein. Aufgrund der Pandemie konnte dieses beliebte Event in diesem Jahr – wie schon im Vorjahr – leider nicht stattfinden. Stattdessen wurden Gutscheine und für die Montessori-Kids kleine Plüschtiere verteilt.

Aber das ist nur ein kleiner Nebeneffekt. Denn was ist schöner als eine lebenswerte Umwelt, für die sich alle mit Freude gemeinsam einsetzen?

Text: Melanie Schlegel