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Teilungsunterricht - was ist das?

|   SchuleAktuelles

Lauf unterrichtet im Teilungsunterricht - was kann man sich darunter vorstellen? 3 Fragen an 3 Pädagogen.

Seit Anfang dieser Woche dürfen u.a. die Grundschulkinder wieder im „Wechsel- oder Präsenzunterricht mit Mindestabstand“ in die Schule kommen. Lauf bietet einen sogenannten Teilungsunterricht an, bei dem alle Mädchen und Jungen in die Schule kommen dürfen. Wie läuft das in der Praxis ab?

3 Fragen an 3 Pädagogen: Alexandra und Silke, beide Lehrerinnen an der Grundschule und Thomas, Leiter unseres Horts.

Alexandra, in Lauf gibt es kein Wechselmodell, sondern alle Grundschülerinnen und Grundschüler dürfen in die Schule kommen, dort wird dann ein sogenannter Teilungsunterricht praktiziert. Was heißt das denn?

Teilungsunterricht heißt, dass morgens alle Jungen und Mädchen in die Schule kommen, wir uns als Lerngruppe mit Abstand erst einmal treffen und uns dann auf zwei unterschiedliche Räume aufteilen. Eine Gruppe wird dann von mir betreut, eine von der pädagogischen Fachkraft. Getrennt wird entweder inhaltlich oder nach Klassenstufen. Der Unterricht selbst unterscheidet sich dabei leider stark von dem in „normalen Zeiten“, das fängt beim häufigen Händewaschen und der Ermahnung der Einhaltung von Abstands- und Hygienevorschriften erst an. Auch Elemente wie auf dem Teppich zusammenkommen, einfach frei etwas ausprobieren oder die Darbietungen sind so einfach nicht umsetzbar, da man immer auf die Einhaltung der Regeln bedacht sein muss. So gesehen hat der Unterricht jetzt leider wenig mit dem normalen Monte-Unterricht zu tun – auch wenn wir uns natürlich trotzdem bemühen, die Kinder so weit wie irgendwie möglich den normalen Montessori-Alltag erleben zu lassen. Und für die Kinder ist es wesentlich besser, wieder hier in der Schule zu sein!

Thomas, was bedeutet das für den Hort?

Was in der Schule der Teilungsunterricht ist, läuft im Hort ähnlich. Wir müssen uns auf mindestens zwei Gruppen aufteilen und in unterschiedlichen Räumen aufhalten. Das heißt auch, dass wir nicht zusammen essen können, wir können auch keinen gemeinsamen Kreis machen. Durch die Teilung ist ein normaler Hortalltag also nicht möglich. Wir können nachmittags unsere FAN-Gruppen, unseren Hausaufgabengruppen, nicht so gestalten, wie wir das eigentlich geplant hatten, sondern in Gruppen. Grundsätzlich versuchen wir natürlich und geben unser Bestes, den Kindern einen möglichst normalen Hortalltag geben zu können, aber das ist gerade leider so nicht möglich.

Silke, wie sieht es mit besonderen Formaten wir dem Lebenspraktischen Tag aus?

Zum Glück haben wir uns dafür entschieden, mit dem Lebenspraktischen Tag auf jeden Fall weiterzumachen! Die Konzepte sind da unterschiedlich, unsere Lerngruppe z. B. ist beim Lebenspraktischen Tag ausschließlich draußen: Wir halten uns auf einem völlig verwilderten Gartengrundstück auf, das wir neu herrichten. Dafür teilen wir uns dann in Kleingruppen auf und dass wir im Freien sind, ist in der aktuellen Situation ja ebenso sehr günstig. Die anderen Lerngruppen arbeiten auf Bauernhöfen sowohl drinnen als auch draußen, sodass auch sie die Abstände gut einhalten können.