„Wir brauchen Menschen, die gestalten und entwickeln wollen!“

Lange und sorgfältig wurde die Nachfolge des ausscheidenden Vorstands, Stefani Rehberg-Reidel, vorbereitet – nun freuen wir uns, mit Constantin Peter ein neues Gesicht auf dem Monte Campus begrüßen zu dürfen. Er wird ihre Vorstandsaufgaben übernehmen und fungiert als Geschäftsführer der nonprofitSYSTEMS GmbH. Veronika Steger ist bereits seit vielen Jahren als Mitarbeiterin des Vorstands bei der Montessori-Vereinigung tätig und wird weiterhin für den Bereich Kinderbetreuung mit all seinen Einrichtungen verantwortlich sein.

Stefani Rehberg-Reidel begleitet uns noch bis Mai 2027 und wird sich dann nach vielen erfolgreichen Jahren verabschieden. In den kommenden Monaten wird die Übergabe gemeinsam gestaltet: Es geht darum, Bewährtes weiterzugeben, Neues kennenzulernen und gemeinsam die Weichen für die Zukunft zu stellen.

Wir haben Constantin Peter zum Gespräch gebeten:

Lieber Constantin, wir wollen mehr über dich erfahren und steigen klassisch ein: Bitte stell dich kurz vor. Wer bist du, was zeichnet dich aus und was sollten unsere Mitarbeiter*innen und Partner*innen über dich wissen?

Ich bin in Augsburg aufgewachsen – nach Nürnberg bin ich vor 20 Jahren für einen Job bei Psyma im Bereich Controlling und Strategische Planung gekommen. Dort hatte ich viel mit Zahlen zu tun, aber eben auch mit der Umsetzung von Visionen und Ideen. Es war  schon dort mein Job zu schauen, wohin wir uns entwickeln wollen und was ich tun muss, um dies zu ermöglichen.

Außerdem bin ich Vater eines knapp vierjährigen Sohnes, daher befinde ich mich in einer Lebensphase, in der das Thema Pädagogik für mich eine ganz neue Bedeutung gewinnt. Gerade im Hinblick auf Entwicklungen im Bereich der KI und ihrem Einfluss auf die Berufswelt stellt sich die Frage: Was kann ich meinem Kind mitgeben? Klassisches Faktenwissen alleine ist sicherlich nicht mehr zukunftsfähig, daher kommt der Persönlichkeitsentwicklung ein umso höherer Stellenwert zu.

Unsere Gesellschaft braucht Menschen, die gestalten und entwickeln wollen und sich nicht durch geänderte Rahmenbedingungen verunsichern lassen. Hier sehe ich einen wichtigen Ansatz und die große gesellschaftliche Relevanz der Montessori-Vereinigung.

Woher kommst du? Welche Stationen in deinem bisherigen Leben und Berufsweg haben dich besonders geprägt?

Prägende Erfahrungen, die mich auch in Berührung mit dem Lehr- und Bildungsthema gebracht haben, waren das Jahr als Teaching Assistant in den USA, wo ich Deutschkurse gegeben habe, sowie die Zeit als Lehrbeauftragter an der Technischen Hochschule Georg Simon Ohm. Hierbei hat mir der direkte Kontakt mit jungen, wissbegierigen Menschen sehr viel Freude bereitet. Das Thema Bildung bei jungen Erwachsenen hat mich also schon länger begleitet – durch die Rolle als Vater spielt nun auch die frühkindliche Pädagogik eine wichtige Rolle.

Meinen Arbeitsstil haben definitiv auch die vielen Jahre in der Strategischen Entwicklung und Unternehmensberatung geprägt: Ich war derjenige, der ausgehend vom Ziel der Akteure den gemeinsamen Weg sucht – nie jemand, der Themen einfach durchsetzt. Entsprechend ist Zuhören eine wichtige Kompetenz, die ich mitbringe.

Wohin willst du? Welche Ziele und Visionen hast du für deine neue Tätigkeit bei Monte?

Ich empfinde es als absolut faszinierend, dass der ganze Campus sich auf Elterninitiative hin entwickelt hat. Daher sind es die Eltern sowie die Pädagoginnen und Pädagogen, die die Vision formuliert haben und weiterhin formulieren. Daraus ist ein erfolgreicher Träger entstanden, der wertvolle pädagogische Arbeit leistet und so den Landkreis enorm bereichert. Daher bin ich hier nicht derjenige, der die Vision formuliert – meine Vision lautet vielmehr, dass wir diesen Kurs nachhaltig fortführen und uns weiterentwickeln. Mein Part ist es, den Raum zu schaffen und zu gestalten, damit die Pädagoginnen und Pädagogen sich auf ihren eigentlichen Beruf und ihre Stärken konzentrieren können.

Warum Monte? Was hat dich an Monte überzeugt und was verbindet dich mit der Vereinigung?

Ich sehe hier die Möglichkeit, mich sinnhaft einzubringen, indem ich eben einer Pädagogik Raum gebe, die die Entwicklung der Persönlichkeit in den Mittelpunkt stellt und damit einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag leistet. Die Position verbindet eine spannende administrative Herausforderung mit einer gesellschaftlich relevanten Tätigkeit – für mich eine ideale Mischung.

Daneben hat mich die Stimmung auf dem Campus begeistert: Ich wurde von allen Seiten herzlich aufgenommen und habe ein sehr engagiertes und aufgeschlossenes Team kennengelernt.

Nun wollen wir dich noch etwas besser als Mensch kennenlernen – daher abschließend einige persönliche Fragen:  

Welche schönen Erinnerungen hast du an deine Kindergartenzeit?

Meine Erinnerungen an den Kindergarten sind zwar eher fragmentarisch, aber sehr wertvoll und schön finde ich, dass ich aus dieser Zeit noch immer viele Freundschaften pflege – und zwar mit Menschen, die ich so später sicherlich nicht kennengelernt hätte, da sich die Wege sehr unterschiedlich entwickelt haben.

 Wärst du heute ein Waldkindergartenkind, was würde dir am meisten gefallen?

Mit Sicherheit die Gerüche! Düfte begeistern mich seit jeher, und so gibt es draußen von Moos über Holz bis hin zu Feuer und Rauch jede Menge zu entdecken. 

Welches Lieblingsfach hattest du in der Schule?

Ich bin eigentlich gerne zur Schule gegangen. Am meisten haben mich vielleicht die Fächer fasziniert, die oft eher zu kurz kommen: Musik und Religion. Bei letztgenanntem haben wir oft sehr offene und angeregte Diskussionen geführt. Und bei Musik konnte ich ein Instrument erlernen und als Teil des Orchesters sogar auf Reisen nach Rom und in die USA gehen – ein weiterer wechselseitiger Anreiz, die Fremdsprache wie auch das Instrument besser zu lernen.

Speziell an unser Monte-Team und unserer Monte-Familien: Was möchtest du ihnen zum Start deiner neuen Aufgabe mitgeben?

Ich sehe mich als Teil eines starken Teams. Ich bin hier, um für euch da zu sein und weiterhin den Weg für eine erfolgreiche Entwicklung zu ebnen!

Constantin Peter, Veronika Steger und Stefani Rehberg-Reidel (v.l.). Foto: Michael Schober für Monte Lauf