Monte Campus
Nützliches auf einen Blick
Auf dieser Seite finden Sie folgende Inhalte:
Die wichtigsten Fragen & Antworten im Überblick
Welche Einrichtungen für welche Altersklassen gibt es auf dem Monte Campus?
Wer möchte, kann seinen kompletten Bildungsweg auf unserem Montessori-Bildungscampus gehen – vom Kinderhaus bis zum Abitur eben.
Die Kleinsten finden ihren Platz in der Krippe unseres Montessori-Kinderhauses Altdorf, wo wir Kinder ab dem ersten Lebensjahr aufnehmen. Im kindgerecht umgebauten charmanten Fachwerkhaus mit großem Bauerngarten können sie die Welt entdecken, erkunden und begreifen. Für Sicherheit und Geborgenheit sorgen ein fester Tagesrhythmus mit gemeinsamen Rituale sowie ein sehr guter Personalschlüssel. Fortsetzen lässt sich der Monte-Weg dann in einer unserer Kindergarten-Gruppen derselben Einrichtung: in gewohnter Umgebung, aber mit besonderen Angeboten der Montessori-Pädagogik für Drei- bis Sechsjährige, darunter lebenspraktischen Übungen und festen Waldtagen. In den beiden Krippengruppen finden maximal je 12 Kinder ihren Platz, die drei Kindergartengruppen umfassen max. 23 Kinder.
Wer noch mehr Naturverbundenheit sucht, ist in unserem Wald- und Naturkindergarten in Lauf-Heuchling bestens aufgehoben. Dort können 23 Kinder zwischen drei und sechs Jahren (in einer Gruppe) jeden Tag Abenteuer erleben und die Natur aufs Neue erkunden.
Der Eintritt ins Schulleben für die Jungen und Mädchen ab sechs Jahren ist mit Sicherheit ein wichtiger Schritt für die ganze Familie – an der Montessori Grundschule erfolgt er sanft und kindgerecht. Gemeinsam vorbereiten lässt er sich mit unseren Vorschulkursen für alle “MaxiKinder” (also jenen, die im kommenden Jahr regulär eingeschult werden).
In der Primarstufe (also der Grundschule) lernen all unsere Kinder in gemischten Lerngruppen der Jahrgänge eins bis vier in ihrem eigenen Tempo.
Der Übergang in die Sekundarstufe (ab ca. zehn Jahren) kann dann entweder nahtlos am Monte-Campus oder auch extern erfolgen: Wechseln die Grundschüler an die Unterstufe unserer Monte-Mittelschule, bleibt die gewohnte Umgebung bestehen, denn das Schulgebäude befindet sich direkt gegenüber. Dort geht es bis zum qualifizierenden Hauptschulabschluss bzw. mittleren Schulabschluss weiter. Und danach steht den Schüler*innen der Weg zum (Fach-)Abitur an unserer benachbarten Monte-FOS frei!
Wird nach der Grundstufe ein Wechsel an eine Regel-Haupt- oder Mittelschule angestrebt, ist dies ohne Probeunterricht möglich. Um an eine Realschule oder ein Gymnasium überzutreten, muss ein Probeunterricht absolviert werden, worauf wir in diesem Fall gezielt vorbereiten.
Unsere Einrichtungen im Überblick:
- Kinderhaus mit zwei Krippen- und drei Kindergartengruppen in Altdorf
- Waldkindergarten mit einer Gruppe in Lauf-Heuchling
- Grundschule mit insgesamt 8 altersgemischten Ganztages- und Halbtageslerngruppen (Daschstr. Lauf)
- Hort und Hortklasse (Daschstr. Lauf)
- Mittelschule mit altersgemischter Unter- und Mittelstufe sowie der Oberstufe (Daschstr. Lauf)
- FOS mit einer Vorklasse, den vier Zweigen Internationale Wirtschaft, Gesundheit, Gestaltung und Sozialwesen sowie der 13. Jahrgangsstufe zum regulären Abitur (benachbarte Beethovenstr. Lauf)
Welche Abschlüsse kann mein Kind an der Montessori Schule erwerben?
Wer möchte, kann an unserem Montessori-Campus seinen Weg von der Krippe bis zum Abitur gehen. Aber natürlich sind die Wege so individuell wie die Persönlichkeiten, die sie gehen.
Nach der Grundstufe erfolgt für viele unserer Kinder der direkte Übergang zur Mone-Sekundarstufe. Diese ist als Mittelschule organisiert, an deren Ende folgende Abschlüsse stehen können:
- Nach der 9. Jahrgangsstufe kann der „Erfolgreiche Mittelschulabschluss“ erworben werden, der mindestens ausreichende Leistungen im Abschlusszeugnis voraussetzt. Diesen Schulabschluss darf unsere Schule selbst vergeben.
- Leistungsstärkere Schüler*innen können an der Regelschule extern den „Qualifizierenden Mittelschulabschluss“ ablegen. Dieser gilt als bestanden bis zu einem Notendurchschnitt von 3,0.
- Mit einem entsprechenden Schnitt können die Jugendlichen an der Schule verbleiben, um nach der 10. Jahrgangsstufe den „Mittleren Bildungsabschluss“ zu erreichen. Auch dieser wird extern abgelegt. Unsere Schüler*innen werden intensiv auf diese Prüfungen vorbereitet und bei der Abnahme arbeitet unsere Schule seit Jahren eng, vertrauensvoll und erfolgreich mit den Laufer Regelschulen zusammen. Der Mittlere Bildungsabschluss ist die Zugangsvoraussetzung für die Fachoberschule.
- Unserer Montessori-FOS schließt entweder nach der 12. Jahrgangsstufe mit dem Fachabitur oder nach der 13. Jahrgangsstufe mit dem regulären Abitur ab. Dieses unterscheidet sich in keiner Weise von einem Abitur an einer Regelschule. Die Jugendlichen erwerben die allgemeinen Hochschulreife und können ihren Weg an einer Universität ihrer Wahl fortsetzen.
Was ist das Besondere am Kinderhaus in Altdorf?
Kennzeichnend für die Montessori-Pädagogik ist die konsequente Orientierung am Kind und seiner Entwicklung – wir vertrauen in seine Fähigkeiten und lassen es selbst tätig werden.
Ob in der Krippe oder im Kindergarten folgen wir folgenden Grundsätzen:
… kindgerechtes Lernen mit allen Sinnen durch Montessori-Materialien
… freie Wahl der Arbeit: schon die Kleinsten entscheiden selbst, womit sie sich beschäftigen
… viele lebenspraktische Übungen fördern die Selbsttätigkeit und Selbstständigkeit
Wie sieht ein typischer Krippen- oder Kindergartentag im Kinderhaus Altdorf aus?
Tagesablauf Kinderkrippe
- 07:00 bis 09:00 Uhr Bringzeit
- 07:30 bis 09:30 Uhr gleitendes Frühstück
- 09:30 bis 09:45 Uhr Morgenkreis
- 09:45 bis 10:00 Uhr Wickeln und zur Toilette gehen
- 10:00 bis 11:00 Uhr Montessori-Freiarbeitszeit: Arbeiten mit den Materialien in der Gruppe, Zeit für pädagogische Angebote in Kleingruppen und/oder die Kinder gehen nach draußen (Besuch eines Spielplatzes, Spaziergang, Erledigen von Einkäufen etc.)
- 11:00 bis 11:30 Uhr Gemeinsames Mittagessen
- 11:30 bis 12:00 Uhr Wickeln und zur Toilette gehen und die Kinder werden bettfertig
gemacht - 12:00 bis 14:00 Uhr Mittagsschlaf
- 13:00 Uhr Erste Abholzeit für Wachkinder
- 14:00 Uhr Abholzeit, kurze Ruhephase und anschließende Freiarbeit; die Kinder können immer zur vollen Stunde abgeholt werden.
- 14:00 Uhr Gemeinsame Nachmittagsvesper
- 14:30 bis 16:15 Uhr Freiarbeitszeit in der Gruppe und/oder Spielen im Garten, Besuch eines Nachmittagsangebotes, wie z.B. Musik und Bewegung
Tagesablauf Kindergarten
- 07:00 bis 09:00 Uhr Bringzeit
- 07:30 bis 09:30 Uhr gleitendes Frühstück
- 07:30 bis 11:30 Uhr Montessori-Freiarbeitszeit
- ab 9:00 Uhr Beginn des teiloffenen Konzepts
- 11:30 bis 12:00 Uhr Mittagskreis
- 12:00 bis 13:00 Uhr Gemeinsames Mittagessen
- 13:00 Uhr Erste Abholzeit; die Kinder können immer zur vollen Stunde abgeholt werden.
- 13:00 bis 14:00 Uhr Spielen im Garten
- 14:00 bis 16:15 Uhr Freiarbeitszeit im Gruppenzimmer und/oder weiteres Spielen im Garten und/oder Besuch eines Nachmittagsangebotes, wie z.B. Kosmik, Englisch im Kinderhaus
Wie stelle ich mir einen Tag im Waldkindergarten vor?
Unsere 23 „Waldkinder” verbringen den Großteil des Tages im Freien – sie lernen in und mit der Natur. Die Blockhütte auf dem Gelände bietet Schutz bei Sturm und schweren Niederschlägen, verfügt aber über keinen Strom- oder Wasseranschluss.
Montessori im Waldkindergarten bedeutet für uns u.a.:
… die Natur als vorbereitete Umgebung
… Spiel in und Spielsachen aus der Natur: Stock – Stein – Erde – Matsch
… freie Entfaltung in der Geborgenheit täglicher Rituale und zugewandter Pädagog*innen
Bei so viel Freiheit ermöglicht eine klare und flexible Tages- und Wochenstruktur den Kindern Orientierung und gibt ihnen Sicherheit.
Ein möglicher Tagesablauf:
- 07:30 bis 09:00 Uhr Bringzeit
- 07:30 bis 09:30 Uhr gleitende Brotzeit
- 07:30 bis 11:30 Uhr Montessori-Freiarbeitszeit im Rahmen der Naturpädagogik / Freispielzeit / Projektarbeit
- 11:30 bis 12:00 Uhr Mittagskreis
- 12:00 bis 13:00 Uhr Gemeinsames Mittagessen mit anschließender Spielepause
- 13:00 Uhr Erste Abholzeit (die Kinder können immer zur vollen Stunde
abgeholt werden) - 13:00 bis 15:00 Uhr Pädagogische Angebote / Freiarbeit
Wie gestaltet sich ein typischer Tagesablauf in der Grundschule?
Meist beginnt der Tag mit einem Morgenkreis, in dem die Lerngruppe als Gemeinschaft angesprochen wird. Hier wird gesungen, Geburtstag gefeiert oder es werden Übungen der Stille durchgeführt und Spiele gemacht. Der Morgenkreis endet häufig mit der gemeinsamen Planung und Organisation des Schultags. Verschiedene Unterrichtsformen wie Freiarbeit, stille Einzelarbeit und gebundene Phasen wechseln sich dabei ab.
Parallel zur Freiarbeit finden regelmäßig zusätzliche Kosmische Angebote und Erzählungen statt. In den gebundenen Phasen wird mit der gesamten Lerngruppe oder mit alters- bzw. leistungshomogenen Kleingruppen differenziert gearbeitet. Außerhalb der gemeinsamen Lerngruppenzeit findet zusätzlicher Fachunterricht in den Lernbereichen Religion, Kunst, Musik, Sport und Werken/Textiles Gestalten statt.
Für die Halbtageslerngruppen endet der Unterricht je nach Jahrgangsstufe um 11.30 Uhr, 12.15 Uhr oder 13 Uhr, auf Wunsch schließt noch bis 13.30 Uhr der „LebensRaum Schule“ an.
Die Ganztageslerngruppen gehen mittags zum gemeinsamen Essen mit den Pädagog*innen in die hausinterne Mensa, dann folgt das tägliche Freispiel im Außenbereich der Schule, das schwerpunktmäßig durch Bewegung gekennzeichnet ist. Kinder, die in der Mittagspause zur Ruhe kommen möchten, können im Gruppenraum für sich basteln, lesen oder sich ausruhen.
Weil die Mädchen und Jungen im Ganztag viel Zeit in der Schule verbringen, ist der Ablauf bewusst so strukturiert, dass ein Wechsel von Anspannung und Entspannung gegeben ist und die Begabungen des Einzelnen individuell gefördert werden können.
Fester Bestandteil des Ganztagskonzepts ist der wöchentliche Lebenspraktische Tag in Zusammenarbeit mit einem außerschulischen Kooperationspartner. An diesem Tag liegt der Schwerpunkt auf der Beschäftigung mit Inhalten wie „Woher kommen unsere Lebensmittel, bzw. was müssen wir tun, um Gemüse, Obst etc. ernten zu können?“, „Wir kochen unser Mittagessen gemeinsam“, „Wie werden Tiere gepflegt?“, „Verantwortung für andere übernehmen“, „Natur- bzw. Umweltschutz“.
Zudem gibt es am Nachmittag parallel zur Freiarbeit weitere Gruppenangebote wie „Yoga für Kinder“, „Gehirntraining durch Bewegung“, „Spiel und Bewegung im Freien“, „Offene Malwerkstatt“, die „Rhythmusgruppe“ oder die „Tierschutzgruppe“.
Tagesablauf in den Halbtageslerngruppen:
- 7.30 – 8 Uhr bei Bedarf Frühbetreuung
- 7.45 Uhr Ankommen aller Kinder im Klassenzimmer
- 8 Uhr Unterrichtsbeginn
- 10 – 10.15 Uhr gemeinsames Frühstück in der Lerngruppe
- 10.15 – 10.45 Uhr Pause im Außenbereich
- 11.30 Uhr, 12.15 Uhr oder 13.00 Uhr Unterrichtsende je nach Jahrgangsstufe
- 11.30 – 13.30 Uhr „Lebensraum Schule“
Tagesablauf in den Ganztageslerngruppen und der Hortlerngruppe
- 7.30 – 8 Uhr bei Bedarf Frühbetreuung, Betreuung für Hortkinder bereits ab 7.25 Uhr
- 7.45 Uhr Ankommen aller Kinder im Klassenzimmer
- 8 Uhr Unterrichtsbeginn
- 10 – 10.15 Uhr gemeinsames Frühstück in der Lerngruppe
- 10.15 – 10.45 Uhr Pause im Außenbereich
- 12.15 – 13.30 Uhr Mittagessen und „Lebensraum Schule“
- 13.30 – 15.30 Uhr Nachmittagsunterricht Montag – Donnerstag
- 12.15 Uhr Unterrichtsschluss am Freitag in den GT-Lerngruppen
- 12.15 Uhr oder 13 Uhr Unterrichtsschluss am Freitag in der Hortlerngruppe
Halbtag oder Ganztag: Welches Modell ist für mich das richtige?
An unserer Grundschule gibt es vier Halbtageslerngruppen, drei gebundene Ganztageslerngruppen und die Hortklasse mit Ferienangebot. Beide Modelle bieten Vor- und Nachteile, sodass die Entscheidung unter Berücksichtigung der individuellen Familiensituation und natürlich auch von Wesen und Neigungen des Kindes getroffen werden sollte.
Während das Ganztagsmodell u. a. eine Entlastung der Eltern mit sich bringt, ein intensiveres Zusammenleben der Schüler*innen sowie die Teilnahme an besonderen Angeboten ermöglicht, steht dadurch natürlich für das Familienleben oder andere außerschulische Hobbys und Aktivitäten weniger Zeit zur Verfügung, auch nimmt der Einfluss der Eltern auf die Erziehung ab.
Lerngruppen statt Klassen – wie und warum?
Nach Auffassung Maria Montessoris können Kinder am besten in altersgemischten Gruppen ein konstruktives Lern- und Arbeitsverhaltens entwickeln – gerade die Unterschiede sind es, die die Kreativität und Lernmotivation fördern. Altersgemischte Lerngruppen haben drei bedeutende Vorteile: Sie lassen individuelle Lernfortschritte zu, ermöglichen Lernen durch Lehren und fördern das soziale Lernen (mehr dazu finden Sie in unserem Pädagogischen Konzept, S. 13-15).
Die Primarstufe geht nach Maria Montessori von den Jahrgangsstufen eins bis sechs – entspricht also der Altersstufe von sechs bis zwölf Jahren. Das bayerische Schulsystem setzt bekanntlich eine Zäsur nach der vierten Jahrgangsstufe. Deswegen umfasst auch unsere Grundschule die Jahrgangsstufen eins bis vier – aber in einer kompletten Altersmischung: Alle lernen zusammen, Sechsjährige mit Zehnjährigen, die Kinder helfen sich entsprechend ihrem Wissens- und Lernstand gegenseitig. Wer mehr Zeit braucht, muss den Klassenverband nicht verlassen, denn die gemischte Lerngruppe bleibt ja bestehen.
Was bedeutet „LebensRaum Schule”?
Der „LebensRaum Schule“ ist ein Angebot der Grundschule für unsere Ganztageskinder sowie für jene Kinder, die eine Halbtageslerngruppe besuchen und nach Unterrichtsende noch nicht von der Schule abgeholt werden können bzw. nicht gleich mit dem Bus (Monte-Bus oder öffentlicher Bus) nach Hause fahren. Im „LebensRaum Schule“ werden die Kinder federführend von Pädagogischen Fachkräften unserer Schule betreut. Dabei werden sie von Eltern unterstützt. Der „LebensRaum Schule“ richtet sich nach dem individuellen Stundenplan der Kinder, beginnt in der Regel im Anschluss an den Unterricht und findet auf dem Pausengelände oder bei schlechtem Wetter in den dafür ausgewiesenen Räumen statt.
Welche Möglichkeiten gibt es nach der Primarstufe?
Nach der 4. Jahrgangsstufe geht es für unsere Schüler*innen in der Sekundarstufe weiter: Unsere Montessori-Mittelschule ist direkt gegenüber des Grundschulgebäudes auf unserem Monte-Campus zu finden und bietet die Möglichkeit, einen qualifizierenden Hauptschulabschluss bzw. mittleren Schulabschluss zu erwerben. Mit diesem können die Schüler*innen dann auf Wunsch an unserer FOS weitermachen und dort ihr (Fach-)Abitur ablegen.
Alternativ ist auch ein Übertritt auf eine weiterführende Regelschule möglich. Wird nach der Grundstufe ein Wechsel an eine Regel-Haupt- oder Mittelschule angestrebt, ist dies ohne Probeunterricht möglich. Um an eine Realschule oder ein Gymnasium überzutreten, muss ein Probeunterricht absolviert werden, worauf wir in diesem Fall gezielt vorbereiten.
Wie gestaltet sich der Schulalltag in der Monte-Mittelschule?
An unsere Mittelschule unterrichten wir aktuell je drei altersgemischte Lerngruppen der 5./6. sowie 7./8. Jahrgangsstufe, außerdem zwei 9. und eine 10. Jahrgangsstufe. Die Mittelschule ist ausschließlich im Ganztags-Modell organisiert: Der Unterricht beginnt um 8 Uhr und endet um 16 Uhr (freitags bereits um 13 Uhr). In der Mittelschule beginnt die Woche in der Regel ebenfalls mit einem Gesprächskreis, in dem die Lerngruppe als Gemeinschaft in unterschiedlicher Art und Weise angesprochen wird. Hier werden organisatorische Dinge geklärt, Unterrichtsgespräche und Diskussionen geführt, das eigene Lernverhalten reflektiert und gemeinsame Aktionen geplant. Im Anschluss daran wechseln sich verschiedene Unterrichtsformen ab: Freiarbeit, Modulstunden und Fachunterricht. Die festgelegten Freiarbeitszeiten geben den Schüler*innen die Möglichkeit, selbstständig ihre Aufgaben des Wochenplanes zu bearbeiten. Dieser setzt sich in der Regel aus Aufgaben der Bereiche Mathematik, Deutsch, Englisch und GPG (Geschichte/Politik/Geografie) bzw. NuT (Natur und Technik) zusammen. Am Nachmittag finden zusätzlich Wahlangebote statt, die je nach Interessenslage belegt und zweimal jährlich neu gewählt werden.
Welche Schwerpunkte gibt es in der Unterstufe?
In der 5. und 6. Jahrgangsstufe stehen den Kindern und Jugendlichen drei Zweige zur Auswahl, je einen mit Outdoor-, Umwelt- und Theaterschwerpunkt.
Die Outdoorklasse legt den Fokus auf praktisches Tun und langfristige konkrete Projekte– Daueraufgabe ist aktuell die Pflege des Geländes an der Harnbachmühle. Dabei lernen die Schüler*innen Verantwortung zu übernehmen und lebenspraktische Tätigkeiten auszuführen, die immer mehr verloren gehen, etwa Kochen der eigenen Mahlzeiten, Gartenarbeit, Putzen, Holzsammeln und sägen, Feuer machen, Reparaturarbeiten. Hier geht’s zum Infoflyer als PDF zum download.
In der Umweltklasse können die Schüler*innen die Welt, in der wir leben, erkunden, entdecken und begreifen. Die Umweltklasse nutzt den „langen Donnerstag“, an dem kein Fachunterricht im Stundenplan steht, um ihren Schwerpunkt zu gestalten. Dabei arbeitet die Klasse teilweise auf dem Schulgelände, ist man an außerschulischen Lernorten unterwegs – draußen in der Natur, in Museen oder an anderen Orten, die Angebote haben, die Themen der Kosmischen Erziehung vertiefen. Auf dem Programm stehen zudem Unterrichtsgänge, Ausflüge und Wanderungen − allerdings ohne sportlichen Anspruch. Hier geht’s zum Infoflyer als PDF zum download.
Die Theaterklasse widmet sich pro Schuljahr einem künstlerischen Projekt: Das kann ein eigenes Stück sein oder eins, das bereits geschrieben ist und entsprechend interpretiert und umgesetzt wird. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung der individuellen Fähigkeiten jedes Einzelnen und der Gemeinschaft. Entsprechend wird die Präsentation keine perfekte Performance, sondern eine Schau des gemeinsam Erlernten und Entwickelten. Das bedeutet auch, dass die Lernziele erreicht werden können, selbst wenn eine öffentliche Präsentation nicht zustande kommt. Hier geht’s zum Infoflyer als PDF zum download.
Welche Rolle spielen Praktika in der Mittelschule?
Der Praxisbezug spielt eine große Rolle: Bereits die Jahrgangsstufen 5 und 6 absolvieren bereits in jedem Schuljahr ein einwöchiges Praktikum, um die Berufsorientierung der folgenden Stufen vorzubereiten. In der Jahrgangsstufe 7/8 – auch Praxisstufe genannt – stehen die persönliche Orientierung und das praktische Tun im Vordergrund.
Warum? Montessori bezeichnet nicht nur eine Methode des Unterrichtens, sondern vor allem eine bewährte Pädagogik für Persönlichkeitsentwicklung. Die Jugendlichen beschäftigen sich in den betreffenden Jahrgangsstufen zunehmend mit ihrer Stellung in dieser Welt. Der junge Mensch an der Schwelle zum Erwachsenwerden, zur Berufsfindung, sucht seinen Platz. Daraus ergeben sich pädagogische Konsequenzen: Die Jugendlichen müssen konkrete Erfahrungen sammeln, um zu erleben, dass ihr Tun für die Gemeinschaft wertvoll ist. Sie sollen sich in verschiedene Richtungen ausprobieren dürfen und benötigen das Gefühl, durch eigene Anstrengungen und Verdienste bestehen zu können. Dies bildet den Hintergrund für die berufs- und praxisorientierte Stufe der Mittelschule: Alle Schüler der Mittelstufe absolvieren in jedem Schuljahr drei Praktikumswochen. Zudem findet für die 7. Jahrgangsstufe in Zusammenarbeit mit einem außerschulischen Kooperationspartner ein mehrtägiges Modul zur Berufsorientierung statt. Die 8. Jahrgangsstufe nimmt während des Schuljahres mehrmals an einer Berufsberatung der Arbeitsagentur teil.
Wie werden Leistungen ohne Noten bewertet?
Es gibt bei uns (bis zur FOS) keine Leistungsbewertung in Form von Zensuren. Allerdings bekommen die Schüler*innen zum Halbjahr sowie zum Jahresende ein „Wortpädagogisches Gutachten“, also ein Zeugnis, das statt Noten einen formulierten Text enthält. Am Ende des Schuljahres werden ausführliche „Informationen zum Entwicklungs- und Leistungsprozess“ (IzEL) ausgegeben. Diese bilden den Lernfortschritt sowie das Sozial- und Arbeitsverhalten der Schüler sehr detailliert ab.
Dahinter steht Maria Montessoris Überzeugung, dass jedes kindliche Tun Arbeit und damit auch Leistung ist. Aus dieser Überzeugung leiten wir unsere Auffassung von Leistung her. Sie entspringt aus den Schüler*innen selbst, ist dynamisch und dient der Persönlichkeitsentfaltung – nicht der Auslese. Jedes Kind kommt mit seinem individuellen Leistungsstand in die Schule und soll seine größtmögliche individuelle Leistungsfähigkeit entfalten können. Die erbrachte Leistung wird nicht in erster Linie an den Mitschüler*innen und somit an der Klassennorm gemessen, sondern am Kind selbst. Diesen individuellen Leistungsbegriff anzuerkennen, erfordert von den Eltern, den Pädagog*innen und dem Kind selbst sehr viel Vertrauen in sein Potential und seine Fähigkeiten. Manchmal ist es notwendig, abzuwarten und dem Kind Zeit zu geben, seine Entwicklungsschritte im eigenen Tempo zu vollziehen. Bisweilen ist es aber auch notwendig, führend einzugreifen, wenn Leistung verweigert oder aus bestimmten Gründen nicht erbracht werden kann.
Wie erhalten Lehrer und Eltern einen Überblick über den Leistungsstand des Kindes?
Die Pädagog*innen verschaffen sich Klarheit über den Leistungsstand aller Kinder durch genaue Schülerbeobachtungen während der täglichen gemeinsamen Arbeit und durch eine engmaschige Korrektur der schriftlichen Arbeiten. Diese Informationen bilden auch die Grundlage für unsere Zeugnisbriefe nach dem Halbjahr, die sich persönlich an die Kinder richten und ihnen umfassende Informationen zu ihrem persönlichen Leistungsstand, ihrer Arbeitsweise und ihrem Sozialverhalten geben. Diese Briefe dienen ebenso der Rückmeldung an die Eltern. Die IzEL am Ende des Schuljahres orientieren sich am offiziellen LehrplanPLUS der bayerischen Grundschule und beinhalten alle Lernziele der entsprechenden Jahrgangsstufen und darüber hinaus zusätzliche Lernziele, die sich aus dem Anspruch der Montessori-Pädagogik ergeben. Gewürdigt und dokumentiert werden darin die persönliche Anstrengung und der individuelle Lernfortschritt.
Gibt es eine Mittagsverpflegung?
Unsere Mensa im Grundschulgebäude steht all unseren Schüler*innen von der ersten bis zur dreizehnten Klasse offen. Es gibt jeden Tag wahlweise ein dreigängiges Menü oder Salat sowie verschiedene Snacks. Seit dem Schuljahr 2013/14 bedient die SF Franken-Catering GmbH unsere Mensa – einschließlich des bargeldlosen Bezahlsystems.
Informationen des Caterers zum i-NET-Menü finden Sie hier:
Ist Ihr Kind an der Monte in Lauf, können Sie mit persönlichem Login und Passwort das Essen für Ihr Kind bestellen. Die Infos dazu finden Monte-Eltern im Elternportal der Kommunikationsplattform itslearning.
Außerdem findet jeden Freitag von 10.15 Uhr bis 10.45 Uhr im Bistro der Mittelschule der PAUSENVERKAUF – eine Schülerfirma der Jahrgangsstufe 5/6 – statt.
Angeboten werden viele unterschiedliche gesunde Snacks, z.B. Powerbrötchen, Schnittlauchbrötchen, Tomate-Mozzarella-Brötchen, Quarkspeise mit Obst im Becher, Wraps, Salat im Becher, Butterbrezen, selbstgebackene Kuchen/Muffins, Obst-und Gemüsesticks (kostenlos), Käsestangen und vieles mehr.
Welche Zweige und Abschlüsse bietet die FOS?
An unserer Montessori Fachoberschule stehen vier Zweige zur Auswahl: Internationale Wirtschaft, Soziales, Gesundheit und Gestaltung. Alle Informationen zur FOS sowie wichtige Fragen & Antworten im Überblick findest Du hier.
Daneben gibt es auch eine Vorklasse, für all jene, die zwar bereits den für die Anmeldung an der FOS erforderlichen Notendurchschnitt erzielt hast, sich aber die 11. Klasse noch nicht zutrauen oder diejenigen, die den erforderlichen FOS-Schnitt nicht erreicht haben, aber ihre Eignung entweder durch ein pädagogisches Gutachten oder die erfolgreiche Teilnahme an einer Aufnahmeprüfung nachweisen können.
Ist Montessori konfessionell oder weltanschaulich gebunden?
Nein. Unsere Schule ist konfessionell, weltanschaulich und ideologisch unabhängig. Sie steht Kindern und Jugendlichen jedes religiösen Bekenntnisses bzw. auch Kindern ohne Religionszugehörigkeit offen. Die Biographie Maria Montessoris ist gekennzeichnet von Offenheit gegenüber Menschen verschiedener Religionen und Kulturen, wenn sie auch ihre eigenen Wurzeln in der christlich-abendländischen Kultur hatte. Da auch unsere Kinder und Jugendlichen in diesem Kulturkreis aufwachsen und unser gesamtes Leben mit seinem Rechtssystem, seiner Philosophie, Kunst, Architektur, Musik und seinen Sitten und Gebräuchen im Christentum wurzelt, orientiert sich auch unser Religions- bzw. Ethikunterricht an der christlichen Überlieferung, an christlichen Werten und den Festen des Kirchenjahres. Für bekenntnislose Schüler*innen oder Angehörige weiterer Glaubensrichtungen wird parallel dazu Ethikunterricht angeboten.
Wie kann ich mein Kind anmelden?
Bevor Sie Ihr Kind anmelden, können Sie sich ausführlich informieren: All unsere Einrichtungen bieten im Herbst einen Tag der offenen Tür an. Zusätzlich finden Infoabende im Herbst/Winter für die schulischen Einrichtungen statt. Alle Termine finden Sie hier im Überblick.
Die Anmeldung für unsere KiTas erflogt ausschließlich über das zentrale Onlineanmeldesystem der jeweilige Gemeinde.
Grundschule: Wenn Sie Ihr Kind als Erstklässler*in bei uns anmelden möchten, sollte die Online-Anmeldung bis Ende November erfolgen. Denn danach beginnt ein längerer Prozess: Im Dezember planen wir unsere Schnupperwochen, in denen die baldigen ABC-Schützen an mehreren Tagen den Unterricht besuchen und Gespräche mit den Eltern stattfinden. Danach entscheiden wir für uns – und Sie für sich und Ihr Kind –, ob die Anmeldung bestehen bleibt und ein Vertrag geschlossen wird. Wir entscheiden nach rein pädagogischen Kriterien, die wir Ihnen auch gern erläutern. Wichtig ist, dass diese Schule der richtige Platz für Ihr Kind ist.
Quereinstieg an der Grund- oder Mittelschule: Wenn Ihr Kind bereits eine andere (Regel-)Schule besucht und Sie an einem Quereinsteig interessiert sind, nehmen Sie bitte die entsprechende Online-Anmeldung vor. Unser Sekretriat wird Sie daraufhin kontaktieren und – sollten wir einen entsprechenden Schulplatz frei haben – mit Ihnen die nächsten Schritte besprechen.
Die Anmeldung an der FOS erfolgt online direkt hier.
Ein Bus wird kommen! Mit dem ÖPNV und Monte-Bussen zum Campus nach Lauf
Jede*r Schüler*in, der*die zu uns kommen will, soll auch zu uns kommen können. Gerade für Familien im Laufer Umland ist der Schulweg aber nicht immer einfach. Der AK Schüler*innenbeförderung unserer Schule hat deshalb ein Einzugsgebiet definiert, Kriterien und Rahmenbedingungen zur ÖPNV-Nutzung festgelegt und zu guter Letzt drei Monte-Bus-Linien organisiert, die Kinder ohne ausreichende ÖPNV-Anbindung zuverlässig an unseren Monte-Campus bringen. Auch können Montessori-Schüler*innen das 365 €-Ticket in Anspruch nehmen und gegen ein geringes Entgelt den ÖPNV im Großraum Nürnberg nutzen.
Zur Monte mit dem ÖPNV
Alle unsere Schüler*innen können ein 365€-Ticket erwerben und damit für umgerechnet einen Euro pro Tag den ÖPNV im Verbundgebiet des VGN nutzen. Bei Fahrschüler*innen werden 265 € refinanziert, die Montessori-Vereinigung übernimmt also mehr als 70 Prozent der Kosten.
Als Fahrschüler*innen gelten:
- Schüler*innen unserer Grundschule, deren Schulweg mehr als 2 Kilometer beträgt, sowie
- Schüler*innen der Monte-Mittelschule, deren Schulweg mehr als 3 Kilometer beträgt.
FOS-Schüler*innen haben keinen Anspruch auf Refinanzierung, sind aber ebenfalls zum Erwerb des 365 €-Tickets berechtigt.
Die Monte-Busse
Für Kinder aus dem Umland besteht die Möglichkeit, eine unserer zwei privat organisierten Buslinien zu nutzen. Diese verkehren ab Januar 2026 zwischen Berg und Lauf (u.a. mit den Stationen Unterölsbach und Schleifmühle) und Betzenstein und Lauf (über Stierberg, Almos, Erlastrut).
Für die Nutzung der Busse werden zurzeit 30 Euro im Monat fällig, die alle 4 Monate eingezogen werden.
Bei Fragen und für Anregungen wenden Sie sich bitte an unseren AK Schüler*innenbeförderung unter ak-schuelerbefoerderung@monte-lauf.de.
Ausgezeichnete Schüler*innen
Die Schüler*innen der Montessori-Schule Lauf haben viele Titel erreicht und bestätigen sie seit Jahren immer wieder neu. So sind wir:
- Internationale Umweltschule seit 2004: Die Themenstellungen haben sich über die Jahre geändert; das Engagement und die Begeisterung der teilnehmenden Schüler*innen aber sind gleich hoch geblieben.
- Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage seit 2011: Am Anfang stand ein Schüler, der seine Lerngruppe und seine Lehrer*innen einfach mitgezogen hat. Courage ist aber nicht nur ein schönes Titelwort, die Haltung wird auch sonst gepflegt und eingefordert: Coolrider und Streitschlichter gehören dazu, Besuche in ehemaligen Konzentrationslagern unterstützen bei der Auseinandersetzung mit der deutschen NS-Vergangenheit und Interviews mit Zeitzeugen unterstreichen die Notwendigkeit und Wirkungsmacht von Zivilcourage.
- Fairtrade-Schule seit 2019: Auch dafür kam die Initialzündung von einer Schülerin, die ihre Große Montessori-Arbeit dem Thema Fair Trade gewidmet hatte und von dem Thema nicht mehr losgekommen ist. Fairtrade ist ein Thema mit vielen Anknüpfungspunkten, etwa zu Umweltthemen und zu Aspekten des (Anti-)Rassismus. Aus dem Fairtrade-Aktionskreis ist auch der Anstoß gekommen, plastikarme Schule zu werden.
- Mountainbike-Stützpunktschule: Es begann alles mit der Teilnahme von Monte-Schüler*innen an einem Triathlon 2006. Wenig später wurden über ein Förderprogramm erste Schulräder angeschafft und ein differenzierter Sportunterricht (DSU) in Mountainbike ins Leben gerufen. Mittlerweile ist die Monte-Lauf eine von zwei Mountainbike-Stützpunktschulen in Lauf. Unsere Mittelschüler*innen haben wöchentlichen Unterricht auf und mit dem Mountainbike. Sie absolvieren verschiedene Geschicklichkeitsübungen, trainieren in Bikeparks und unternehmen Touren ins Umland. In den vergangenen Jahren haben unsere Schüler*innen viele Wettkämpfe bestritten – und so manchen gewonnen.
Dazu kommen Erfolge bei verschiedenen Wettbewerben wie z.B. Vorlesen, Mini-Phänomenta, Mathematik, Europa und anderen mehr.