Respektvoll
& Miteinander
Projekte und Kooperationen
Die Monte baut Brücken
Ein respektvolles Miteinander ist uns am Monte Campus nicht nur innerhalb unserer Einrichtungen wichtig, sondern auch über die Monte-Grenzen hinaus. Mit verschiedenen Projekten und Kooperationen pflegen wir enge Beziehungen zu benachbarten Einrichtungen wie Seniorenzentren und integrativen Institutionen, wie dem Wichernhaus in Altdorf. So lernen Kinder und Jugendliche aller Altersklassen von klein auf die Gesellschaft in ihrer Vielfalt kennen, bauen Berührungsängste ab und Netzwerke, Empathie sowie ein Empfinden für ein respektvolles Miteinander auf.
Kinderhaus: Generationsübergreifend und inklusiv
Kinderhaus: „Vielfalt von Jung bis Alt“
Seit mehr als drei Jahren besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen unserem Montessori-Kinderhaus in Altdorf und dem benachbarten Aragon Seniorenzentrum. Bei den regelmäßigen Besuchen, die unter dem Titel „Vielfalt von Jung bis Alt“ stattfinden, wird gemeinsam gebastelt – oft zu saisonalen Themen wie Ostern, Advent oder Fasching. Kinder und Senioren singen zusammen Lieder und es finden bereichernde Gespräche statt, in denen Interessen und Erinnerungen ausgetauscht werden. Die generationsübergreifenden Zusammenkünfte bieten allen Beteiligten einen wertvollen Mehrwert. Neben der Abwechslung vom Kita- und Heimalltag fördert er das gegenseitige Verständnis und sensibilisiert für die Bedürfnisse der jeweils anderen Generation.
„Berührungspunkte“ statt Berührungsängste
Neben den generationsübergreifenden Projekten legen wir auf dem Monte Campus auch großen Wert auf einrichtungsübergreifende Inklusion. So führt das Kinderhaus in Altdorf seit zwei Jahren eine enge Zusammenarbeit mit der Förderstätte des Wichernhauses, die mittlerweile von der Lernwerkstatt Inklusion ausgezeichnet wurde. Unter dem Titel „Berührungspunkte“ werden die MaxiKinder (so bezeichnen wir Vorschulkinder in der Montessori-Pädagogik) spielerisch und sanft an Menschen mit Beeinträchtigungen herangeführt. In diesem Rahmen lernen die Kinder alles über Rollstühle – welche Arten es gibt, wie sie funktionieren – und dürfen sogar einen Rollstuhlparcours in einem Kinderrollstuhl absolvieren. Bei „Sinnesolympiaden“ erleben die Kinder, wie es z.B. ist, nicht sehen zu können und bekommen so ein tieferes Verständnis für das Leben mit körperlichen Einschränkungen. Das Projekt wurde jüngst von der Medienwerkstatt Franken filmisch dokumentiert und ist unter www.medienwerkstatt-franken.de zu sehen.









Mittelschule: Perspektivwechsel, die lohnen
Kooperation mit dem Herrmann-Keßler-Stift
Auch an der Mittelschule gibt es verschiedene Projekte, die Berührungsängste abbauen und das Miteinander stärken. Seit rund zwei Jahren besuchen die Schülerinnen und Schüler regelmäßig das Herrmann-Keßler-Stift in Lauf, um sich dort auszutauschen und gemeinsame Zeit zu verbringen. Auch die Senior*innen des Stifts hatten bereits die Gelegenheit, den Monte Campus im Rahmen dieser Kooperation zu besuchen. Für die Zukunft ist geplant, dass die Heimbewohner*innen die Monte Schule jährlich zur Hospitation besuchen können. Ein Einblick in den Schulalltag von heute soll Erinnerungen an die eigene Schulzeit wecken, Gesprächsstoff liefern und die Verbindung zur Gegenwart stärken.
„Easy? – Denkste!“
Als innovatives Pilotprojekt wurde „Easy? – Denkste!“ erstmals im Schuljahr 2025/26 in der Oberstufe durchgeführt. Im Rahmen des Projekts durchliefen die Schüler*innen verschiedene Stationen, die ihre Sichtweisen erweitern sollten. Zunächst prüften sie am Campus der Beethovenstraße das Schulgebäude und das Gelände auf Rollstuhltauglichkeit. Der Wunsch nach diesem Perspektivenwechsel während dieser Station kam aus der Schülerschaft. Durch gezielte Aufgaben wie zum Beispiel „das Handy aus der benachbarten Turnhalle zu holen“, erfuhren sie, was es bedeutet, im Schulalltag mit Beeinträchtigungen zurechtzukommen. Schnell wurde deutlich, dass sich einige Schüler*innen unwohl fühlten, um Hilfe zu bitten, oder die neugierigen Blicke anderer unangenehm als empfunden wurden. Ein Schüler beschrieb in der nachgelagerten Reflexion die Situation wie folgt: „Ich habe mich gefühlt wie ein Tier im Zoo”. Dieser Perspektivenwechsel und das Entwickeln von Empathie waren zentrale Aspekte des Projekts.
Impressionen von den Projekten im Kinderhaus






Barrieren abbauen
All diese vielfältigen Projekte tragen maßgeblich dazu bei, das Verständnis und die Akzeptanz für unterschiedliche Generationen und Menschen mit Beeinträchtigungen zu fördern. Sie schaffen einen Raum für Begegnungen, in dem Vorurteile abgebaut und gegenseitiger Respekt entwickelt wird. Durch den generationsübergreifenden Austausch lernen Kinder und Senior*innen gleichermaßen, dass Vielfalt – sei es im Alter oder in der Lebensweise – eine Bereicherung für alle ist. Die Inklusionsprojekte wiederum sensibilisieren die Kinder und Jugendlichen für die Herausforderungen, die Menschen mit körperlichen Einschränkungen täglich meistern müssen, und regen zu Empathie und Verantwortung an.
So lassen sich Barrieren im Denken und in der Wahrnehmung überwinden und ein inklusives, respektvolles Zusammenleben in der Gemeinschaft gestalten.