Dankbarkeit in Lauf und Altdorf

Der Herbst hält viele Höhepunkte im Jahreszeitenkalender unserer Kinderhäuser bereit. Neben dem Martinsfest wird auch das Erntedankfest ausgiebig gefeiert – ein Fest, das den Abschied von der warmen Sommerzeit begleitet und daran erinnert, dankbar für die Gaben der Natur zu sein.

Obwohl sich der Montessori Natur- und Waldkindergarten und das Montessori Kinderhaus in Altdorf – abgesehen von der gemeinsamen Montessori-Pädagogik – durch unterschiedliche pädagogische Konzepte auszeichnen, ähneln sich ihre Erntedankfeiern deutlich.

In der Erntedankwoche dürfen alle Kinder ein Obst oder Gemüse mitbringen. Die mitgebrachten Lebensmittel werden bei der gemeinsamen Feier verarbeitet und anschließend natürlich auch gemeinsam gegessen. Sowohl im Waldkindergarten als auch im Kinderhaus bereiten die Kinder daraus selbstständig eine leckere und vor allem gesunde Suppe zu.

Das „Schnippeln“, wie die Kinder es nennen, bereitet allen großen Spaß und ist gleichzeitig eine wertvolle Übung des praktischen Lebens. Beim Waschen, Schälen und Schneiden können die Kinder ihre motorischen Fähigkeiten erproben und weiterentwickeln. Gleichzeitig erfahren sie ganz praktisch, wie verantwortungsvoll mit Lebensmitteln umgegangen wird und welche Schritte notwendig sind, bevor aus einzelnen Zutaten eine fertige Mahlzeit entsteht.

Auch das gemeinsame Schmücken gehört zum Erntedankfest dazu. Im Kinderhaus wird die große Essenstafel festlich gestaltet. Bereits im Vorfeld sammeln die Kinder dafür Kastanien und andere herbstliche Naturmaterialien, die anschließend ihren Platz auf der Tafel finden.

Auch im Waldkindergarten kommt die Kreativität nicht zu kurz: Aus ein paar Äpfeln entsteht beispielsweise im Handumdrehen eine lustige Erntedank-Raupe.

Gemeinsames Singen, etwa des Liedes „Der Herbst ist da“, weitere Herbstlieder, Fingerspiele und passende Bilderbücher runden die Erntedankwoche ab.

So wird das Erntedankfest für die Kinder zu einem besonderen Erlebnis, bei dem sie Gemeinschaft erfahren, ihre Selbstständigkeit stärken und ganz nebenbei lernen, die kleinen und großen Gaben der Natur wertzuschätzen