Ein Abend zum Über-sich-Hinauswachsen

In dieser Woche präsentierten unsere Achtklässler*innen ihre großen Montessori-Abschlussarbeiten – ein bedeutender Meilenstein am Ende der Mittelstufe. Kurz vor Schuljahresende stellen sich die Schülerinnen der Herausforderung, ihre individuell erarbeiteten Themen vor einem großen Publikum zu präsentieren. Für jede Klasse wird dazu ein eigener Abend gestaltet – mit festlichem Ambiente, feierlichem Rahmen und echtem Bühnengefühl.

Die Präsentation bildet den krönenden Abschluss der mehrmonatigen Montessori-Arbeit. Diese besteht aus einem theoretischen Teil, der in einem schriftlichen Handout festgehalten wird, sowie einem praktischen Teil, bei dem die Schüler*innen ihr Thema kreativ und handlungsorientiert umsetzen. Bereits rund um die Weihnachtszeit entscheiden sich die Jugendlichen für ihr jeweiliges Thema – oft aus persönlichem Interesse, Neugier oder Leidenschaft.

Den Auftakt der diesjährigen Präsentationsreihe machte die Klasse 7/8a. Die Vielfalt der Themen spiegelte die Individualität der Referent*innen wider: Von der Anatomie des menschlichen Auges über das Stricken bis hin zu Sportarten wie Basketball, Golf, K-Pop-Tanz oder Motorsport war alles vertreten. Auch gesellschaftlich relevante Themen wie emotionale Manipulation oder Homosexualität fanden ihren Platz und zeigten die Ernsthaftigkeit und Tiefe mancher Auseinandersetzungen.

Bevor die Referent*innen die Bühne betraten, wurden alle Gäste von der Schulleitung Bettina Steinward-Schröder herzlich begrüßt. Ihre stärkenden Worte richteten sich besonders an die Hauptakteur*innen des Abends: „Ich wünsche euch, dass ihr nach eurer Präsentation stolz auf euch seid und sagen könnt: Ich habe mein Bestes gegeben.“

Auch das Pädagoginnen-Team, bestehend Dr. Kerstin Grabe, Carmen Diekmeyer und Darwin Mesuri, fand ermutigende Worte für ihre Schülerinnen: „Ihr habt während der intensiven Arbeit an euren Themen innere Schweinehunde überwunden – und dabei vielleicht sogar verborgene Talente entdeckt.“

Charmant moderiert wurde der Abend von zwei Schüler*innen der Oberstufe, die mit kleinen Sketchen und Charme durch das Programm führten. Den Anfang machte Emma mit einem Vortrag über das menschliche Auge und den Bau ihrer eigenen Brille. Lilly begeisterte mit ihrer Präsentation zum Thema Stricken – und widerlegte dabei überzeugend das Klischee der „strickenden Oma“. Weitere Höhepunkte waren ein selbstverfasstes Kinderbuch, ein eigens konstruiertes Gokart sowie zahlreiche kreative Umsetzungen.

Am darauffolgenden Abend, dem Präsentationsabend der 7/8c, war die Spannung erneut spürbar – nicht nur bei den Vortragenden, sondern auch bei ihren stolzen Familienangehörigen im Publikum. Das Pädagog*innen-Team mit Alina Knaack, Sabine Schenkel und Philip Söldner fand wieder persönliche und motivierende Worte für jede*n einzelne*n Schüler*in und schuf so eine gelöste, wertschätzende Atmosphäre.

Elia beeindruckte mit seinem Vortrag über Basketball – inklusive der spannenden Information, dass bereits die Maya diesen Sport in ähnlicher Form betrieben. Eine englischsprachige Präsentation über die Formel 1 sorgte ebenfalls für große Begeisterung.

Den Abschluss der Präsentationsreihe bildete die Klasse 7/8b mit weiteren spannenden und originellen Beiträgen. Wer mehr über berühmte Gebäude Londons, die Welt des Balletts oder kreative Comicgestaltung erfahren wollte, kam an diesem Abend voll auf seine Kosten. Maha präsentierte stolz ihr selbstgestaltetes Comicheft im Mangastil und zeigte dabei ein besonderes Talent im Zeichnen.

Alle Präsentationen der drei Abende zeugten von großem Engagement, Kreativität und persönlichem Einsatz – ein beeindruckender Beweis dafür wie viel Herzblut, Ausdauer und Mut die Schüler*innen in ihre Arbeiten gesteckt haben.

Die Erleichterung nach den Präsentationen war allen ins Gesicht geschrieben – ebenso wie der berechtigte Stolz über das Erreichte. Es waren Abende voller Mut, Vielfalt und persönlichem Wachstum – ganz im Sinne der Montessori-Pädagogik.