Der Monte konkret!-Workshop zum Thema Pubertät fand am 7. März statt.
Die Pubertät ist eine Phase voller Höhen und Tiefen – ein echtes Wechselbad der Gefühle. Jeder durchlebt sie mindestens einmal selbst und ist oft überrascht, wie stark sie das eigene Leben prägt. Doch auch als Eltern oder Familienangehörige wird diese Zeit wieder präsent. Spätestens dann, wenn die eigenen Kinder zwischen etwa 9 und 14 Jahren diese turbulente Entwicklungsphase durchleben. Nun ist da eine neue Rolle – als Beobachter*inund Begleiter*in. Diese Aufgabe erfordert viel Feingefühl und Verständnis.
Mit dem Monte konkret!-Kurs „Hilfe, mein Kind ist in der Pubertät“ bieten wir Eltern und Familienangehörigen wertvolle Unterstützung auf diesem herausfordernden gemeinsamen Weg durch die Pubertät. Am Samstag, den 7. März, begrüßte Sandra Stöckle, ehemalige und langjährige Sozialpädagogin an der Monte Schule und mittlerweile stellvertretende Schulleiterin der Neumarkter Akademie für Sozialberufe, eine Gruppe interessierter Monte-Eltern in der Aula der Grundschule. Begleitet wurde sie von zwei ihrer Student*innen, Annette und Jona, die einen Teil des Kurses übernahmen.
Zu Beginn der Veranstaltung versammelte sich eine bunte Gruppe aus Vätern und (Bonus-)Müttern in einem Sitzkreis. Die Teilnehmer*innen stellten sich nicht nur vor, sondern durften sich auch in die eigene Pubertät zurückversetzen und einen Gegenstand aus dem „Pubertätskarrussel“ auswählen, der diese Zeit symbolisiert. Vom Modellflugzeug über Kassetten, Fahrradklingen bis hin zum „Klassiker“ der Bravo-Zeitschrift war alles dabei. Diese Gegenstände weckten bei vielen eine Reihe von Erinnerungen an die eigene Jugend.
Die Ausgangssituationen der Teilnehmer*innen waren ebenso vielfältig wie die Gruppe selbst. Einige nutzten die Gelegenheit, sich präventiv auf das bevorstehende Gefühlschaos ihrer Kinder vorzubereiten. Andere wiederum befanden sich bereits mitten in der Herausforderung und suchten nach hilfreichen Tipps im Umgang mit ihren pubertierenden Schützlingen.
Im Workshop wurden nicht nur wertvolle Methoden für eine konfliktfreie Kommunikation vermittelt, sondern auch ein tieferer Einblick in die Mechanismen eines pubertierenden Gehirns und Körpers gegeben. Besonders das Vier-Ohren-Modell, das die verschiedenen Ebenen der Kommunikation erklärt, fand großen Anklang. Es wurde deutlich, dass Kommunikation in der Pubertät häufig zu Missverständnissen führen kann, was wiederum Konflikte verursacht. Mit diesem Wissen können Eltern jedoch ruhiger und verständnisvoller in Gespräche und Diskussionen gehen.
Außerdem wurden besondere Gefahrenquellen für Jugendliche in dieser Lebensphase thematisiert, wie etwa Drogenkonsum oder Spielsucht. Die detaillierten Einblicke gaben den Teilnehmer*innen wertvolle Informationen, wie sie ihre Kinder in dieser Zeit besser unterstützen können.
„Das Thema Pubertät ist so vielschichtig! Ich wurde während des Kurses regelrecht in meine eigene Pubertät zurückversetzt!“, fasst ein Kursteilnehmer den sechsstündigen Workshop zusammen.
