Bei bestem Frühlingswetter beteiligte sich das Montessori Kinderhaus Altdorf bereits zum fünften Mal an der stadtweiten Initiative “Altdorf putzt sich raus” – und stellte mit rund 70 Kindern und Erwachsenen so viele Teilnehmende wie noch nie. Erstmals mit dabei waren auch Mitglieder der Förderstätte des Wichernhauses Altdorf. Die gemeinsame Teilnahme knüpft an die bestehende Kooperation „Berührungspunkte“ an, die Begegnungen zwischen den beiden Einrichtungen fördert. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie selbstverständlich alle aufeinander zugehen und wie viel sie voneinander lernen“, sagt Susann Hartmann aus dem Elternbeirat, die die Aktion in diesem Jahr erstmals organisierte. „Gerade solche gemeinsamen Erlebnisse zeigen, wie bereichernd es ist, Vielfalt im Alltag zu leben.“
Die Helferinnen und Helfer teilten sich in vier Gruppen auf und nahmen unterschiedliche Bereiche im Stadtgebiet in den Blick: Rund um Peter’s Kiosk und den angrenzenden Parkplatz wurde ebenso gesammelt wie entlang der Ohmstraße und Röderstraße. Eine weitere Gruppe war am neuen Landratsamt bis hin zum Klara-Spielplatz unterwegs. Die vierte Gruppe machte sich gemeinsam mit einer Frau und einem Mann aus dem Wichernhaus, die beide im Rollstuhl unterwegs sind, mit ihren Begleiterinnen auf den Weg zum Bahnhof und Bahnhofsplatz – eine Route, die bewusst barrierefrei gewählt wurde.
Überall wurde fleißig gesammelt, sortiert und gestaunt, was sich im Laufe eines Jahres alles ansammelt. Der tote Goldfisch wurde schließlich am Weiherspielplatz gefunden und von den Kindern mit einer kleinen, spontanen Zeremonie verabschiedet. Für viele Beteiligte war die Aktion ein besonderes Erlebnis. Alex, der seit seiner Geburt im Rollstuhl sitzt und erstmals teilnahm, resümiert: „Ich wollte da mitmachen. Und es war so schön, dass ich nächstes Jahr unbedingt wieder dabei sein möchte.“ Beim gemeinsamen Abschluss an der Freiwilligen Feuerwehr Altdorf, wo die Stadt alle Helferinnen und Helfer mit Würstchen und Getränken versorgte, klang der Vormittag in entspannter Atmosphäre aus. Kinder, Eltern sowie die Teilnehmenden des Wichernhauses kamen ins Gespräch und ließen die Eindrücke des Tages Revue passieren.
Die Aktion zeigt einmal mehr, wie sich Umweltbewusstsein und soziales Miteinander verbinden lassen. Für das Montessori-Kinderhaus ist die Teilnahme längst fester Bestandteil des Jahres – und durch die gewachsene Kooperation mit dem Wichernhaus gewinnt sie zusätzlich an Bedeutung: als gelebtes Beispiel dafür, wie Gemeinschaft, Verantwortung und Inklusion ganz selbstverständlich zusammengehören.

