In der FOS
Montessori-Pädagogik an der FOS: So gestaltet sich unsere Unterrichtspraxis
Zum Schuljahr 2024/25 haben wir Schule noch einmal komplett neu gedacht und ein innovatives Pädagogisches Konzept eingeführt:
SOLIS – dies steht als Akronym für all jene Aspekte, die das Pädagogische Konzept der FOS ausmachen:
- Selbstregulation: Die Schüler*innen gestalten ihren Tagesablauf eigenständig und übernehmen Verantwortung für ihren Lernprozess. Die Schule gibt nur ein minimal notwendiges Maß an Struktur vor.
- Orientierung an gesellschaftlichen Herausforderungen: In einem fortlaufenden Prozess werden wesentliche Aspekte des Schulalltags hinsichtlich ihrer Vorbereitung aller Schüler*innen auf die Anforderungen der Gesellschaft (z.B. Anforderungen der Arbeitswelt) angepasst, was z.B. Arbeitsprozesse der Schüler*innen, Prüfungsformate, etc. anbelangt.
- Lebensraum Schule: Schule wird als sozialer, kreativer und lernfördernder Raum verstanden, der weit über den klassischen Unterricht hinausgeht. Der Lebensraum Schule mag Schutzraum sein, bereitet aber in seiner Ausgestaltung auf den „Lebensraum Gesellschaft“ vor.
- impulsbegleitetes Lernen: 30-minütige Fachimpulse durch Lehrkräfte finden einmal wöchentlich statt und dienen als Ausgangspunkt für vertiefendes, projektorientiertes Arbeiten.
- Schülerzentrierung: Die Bedürfnisse, Interessen und Stärken der Lernenden stehen im Mittelpunkt aller pädagogischen Entscheidungen. Unterstützung erfährt dieser Aspekt durch ein stringentes Mehrpädagogenprinzip: Lehrkräfte arbeiten im Team und stehen als Lernbegleiter zur Verfügung – Schüler*innen wählen selbst, mit wem sie arbeiten möchten. Alle Lehrkräfte übernehmen Verantwortung für den Erfolg aller Schüler*innen.
SOLiS ist ein innovatives Schulkonzept, das Schule als offenen Lebensraum versteht, in dem Lernen individuell, selbstbestimmt und gemeinschaftlich gestaltet wird. Im Zentrum steht die Überzeugung, dass Schüler*innen durch Eigenverantwortung, Wahlfreiheit und gezielte Impulse ihr volles Potenzial entfalten können. In der Praxis bedeutet dies gegenüber dem klassischen Konzept mit 90-minütigen Unterrichtsblöcken wesentlich mehr Flexibilität: Pro Woche und Fach erhalten die Schüler*innen einen 30-minütigen, verpflichtenden Impuls – das weitere Lernen erfolgt frei und selbstorganisiert.
Lehrkräfte als Lernbegleiter*innen
Auf sich allein gestellt sind sie deswegen trotzdem nicht, denn die Lehrkräfte stellen nicht nur das benötigte Material zur Verfügung, sondern begleiten auch das Lernen: zum einen, indem sie immer präsent und für Fragen ansprechbar sind, zum anderen, indem sie reduziert, aber gezielt aktiv nachfragen.
Gesichert wird der Lernerfolg über Zielvereinbarungen, die von den Lehrkräften regelmäßig kontrolliert werden. Um ihren schulischen Alltag zu organisieren, Struktur und Übersicht zu erhalten, führen die Schüler*innen Lerntagebücher.
Und wie sieht so ein typischer Tagesablauf an der Monte-FOS aus? Darüber hat die Pegnitz Zeitung berichtet. Zum Artikel "Montessori FOS: Schule neu gedacht"

